Gedenkstein auf dem Falkenplatz erhält Blumenbeet 

EDEKA-Laurman Filialleiterin Mandy Brettschneider, Wahlkreisabgeordneter Stephan Schmidt und die Bezirksverordneten Claudia Skrobek-Angerer und Sylvia Schmidt am Gedenkstein auf dem Falkenplatz

Seit 1946 steht ein Granitstein auf dem Falkenplatz. Er erinnert an zwei von den Nazis ermordete Widerstandskämpfer aus Konradshöhe. Errichtet wurde der Gedenkstein von der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN). Nun soll er durch ein Blumenbeet ergänzt werden.

Der Vorsitzende des CDU-Ortsverbandes Heiligensee, Konradshöhe und Tegelort, Stephan Schmidt, erklärte dazu: „Im Jahr 2020 wurde der Gedenkstein restauriert. Nun wird der Bereich um den Granitstein auf Initiative unserer Bezirksverordneten Claudia Skrobek-Angerer durch das Bezirksamt aufgewertet und um eine Beetbepflanzung erweitert. Ich freue mich außerdem sehr über die Unterstützung der Aktion durch EDEKA Laurman am Falkenplatz. Uwe Laurman hat sich dankenswerter Weise bereit erklärt, die Pflege der Blumen zu übernehmen. Das ist eine schöne Zusammenarbeit im Ortsteil und eine wichtige Pflege des Gedenkens“, sagt Stephan Schmidt.

Zu den beiden auf dem Stein geehrten Männern ist folgendes bekannt:

Richard Neumann wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf, schloss eine Tischlerlehre ab und engagierte sich politisch. Im Jahr 1933 zog er nach Konradshöhe. Im Jahr 1942 wurde er verhaftet, man warf ihm Beleidigung der Staatsführung und „unnationales Verhalten“ vor. Wegen mangelnder Beweise ging er straffrei aus. Später wurde er dabei beobachtet, wie er im Wald Zwangsarbeiter heimlich mit Lebensmitteln versorgte. Obwohl Konradshöhe schon drei Tage durch sowjetische Truppen besetzt war, wurde Richard Neumann noch am 26. April 1945 von fanatischen Nationalsozialisten erschossen.

Der Maschinenschlosser Albert Brust war einer der Anführer der Widerstandsgruppe „Mannhart“, die sich im Jahr 1942 gründete. Die Gruppe rief zum Sturz des Nazi-Regimes und zur Beendigung des Zweiten Weltkrieges auf. Erstmals wurde er 1941 von der Gestapo verhaftet, wegen Mangels an Beweisen allerdings wieder entlassen. Am 8.11.1943 wurden alle Mitglieder der Gruppe verhaftet, so auch Albrecht Brust, der zum Tode verurteilt und am 25.09.1944 Zuchthaus Brandenburg hingerichtet wurde.