Wildschweine am Regenwalder Weg in Heiligensee sorgen für Ärger

Abgeordneter Stephan Schmidt erwirkt Wildschutzzaun entlang der Autobahn A111

Sehr zahme Wildschweine haben sich seit einiger Zeit in Heiligensee in dem schmalen Waldstück zwischen dem Regenwalder Weg und der Autobahn A111 eingenistet, sehr zum Leidwesen der Anwohner, die die Tiere häufig in ihren Gärten zu Gast haben. Verwüstungen sind die Folge und viele Bürger haben auch Angst, insbesondere wegen ihrer Kinder.

Stephan Schmidt MdA lässt sich von Revierförster Johannes Müller vor Ort informieren.Stephan Schmidt MdA lässt sich von Revierförster Johannes Müller vor Ort informieren.

„Anwohner haben mir eindrucksvolle Aufnahmen einer Wildtierkamera zur Verfügung gestellt und mich um Hilfe gebeten.  Vor Kurzem hatte ich einen Vororttermin mit dem Revierförster Johannes Müller und konnte mich umfassend über die Begebenheiten informieren lassen“, berichtet Stephan Schmidt, Wahlkreisabgeordneter für Heiligensee.

„Derzeit endet der Wildschutzzaun auf dem Lärmschutzwall der Autobahn A111 im Bereich des kleinen Waldstücks direkt hinter der Landesgrenze.  Schon aus diesem Grund ist eine  Bejagung oder Vertreibung der Wildschweine an Ort und Stelle ausgeschlossen. Die Tiere könnten direkt auf die Autobahn flüchten, die Folgen wären unvorstellbar! Für den Schutzzaun zuständig ist die Autobahn GmbH, Niederlassung Nordost. Auf ein Schreiben von mir hat die Autobahn GmbH sofort reagiert und wird nun in Absprache mit dem Förster den Wildschutzzaun kurzfristig erweitern bis zu dem Bereich, an dem die Spundwände entlang der Autobahntrasse beginnen. Dies hat mir die Autobahn GmbH heute mitgeteilt. Dieser Lückenschluss ist die Voraussetzung für alle etwaigen weiteren Maßnahmen. Ich freue mich, dass eine Gefährdungssituation aufgrund meiner Initiative sehr schnell beseitigt wird.

Ich habe außerdem eine Prüfung veranlasst, ob nach Errichtung des  Wildschutzzauns die Stadtjäger zum Einsatz kommen können. Auch der Einsatz eines sogenannten Saufangs soll geprüft werden. Eine Parlamentarische Anfrage ist gestellt.“

Übrigens kann der alte löchrige Maschendrahtzaun entlang des Weges hin zur Autobahnbrücke Landesgrenze nicht erneuert werden Er ist mit dem Waldgesetz Berlin nicht vereinbar und rührt noch aus Zeiten, als sich das ganze Flurstück im Fachvermögen der Autobahnverwaltung befand. Er wird mittelfristig abgebaut werden, wie Schmidt bei den Berliner Forsten in Erfahrung bringen konnte 

„Zur Wahrheit gehört auch, dass es sich die wirklich sehr zahmen Wildschweine wohl erst durch verbotene Wildtierfütterung dort so heimisch gemacht haben. So die Einschätzung des Revierförsters.

Wildtiere vom eigenen Grundstück fernzuhalten und Schäden in den Gärten zu verhindern, erfordert eine Einfriedung mit ausreichend stabilen Zäunen, unter denen sich Wildschweine nicht durchwühlen können. Das liegt ausschließlich in der Verantwortung der Grundstückseigentümer“, gibt der Abgeordnete zu bedenken.